Samstag, 10. Oktober 2009

Wahlergebnis

Ich möchte hier nicht die Bundestagswahlen kommentieren, sondern von einer Wahlpflichtveranstaltung in Kanada erzählen. Der Besuch der Hauptstadt von British Coloumbia, Victoria auf Vancouver Island. Wahlweise kommt man mit dem Bus oder mit dem Auto zur Fähre, wir haben das Auto gewählt, weil das nur halb solange zur Fähre dauert und man die Insel auch etwas erkunden kann. Trotzdem gings (un)freiwillig schon um 5 Uhr morgens hier weg.


Sonnenaufgang auf dem Meer ist aber auch ganz schön. Das Wetter war die ganze Zeit schön, kein Regen, war schon mal ein gut ausgewähltes Wochenende. Die die Mietwagenfirma leider den Schlüssel unseres Autos verloren hatte, gabs dafür dieses:



Nein, das auch nicht, man merkt an dem Photo aber schon, das wir fast in England sind. Victoria ist eben in der Kolonialzeit erbaut worden und das sieht man deutlich am Straßenbild, zu dem unser Straßenkreuzer trotzdem ganz gut gepasst hat, auch wenn ich mich an die Automatik erst mal gewöhnen musste. Den Benz kann man übrigens zur Stadtrundfahrt mieten, sogar mit Automatik, auch wenn die nicht orginal von 1927 sein dürfte.

Aber nun zum Hauptgrund dieses Beitrags, der aus den subtilen Andeutungen schon klar sein dürfte:
Walewatching:


Sackteuer und es ist auch nicht gerade warm im Fahrtwind, aber es lohnt sich. Und man kriegt lustige Jacken, damit man sich ein bisschen als Walforscher fühlt. Und wir hattens noch ganz gut, weil wir ein großes Boot genommen haben mit Kabine und Klo etc, die gleich teuren kleinen, aber schnelleren sind da nicht so komfortabel. Angeblich soll sich damit mein Leben verändern. Mal sehen, aber cool wars trotzdem, wenn so ein Wal unterm Boot durchtaucht. Man fährt ne Stunde aufs Meer raus, schaut sich ne Stunde Wale an und dann wieder zurück. Näher als 100m dürfen die Kapitäne nicht ranfahren, damit kein Wal unter die Räder kommt. Aber man kann ja nichts dafür, wenn man den Motor abstellt und mit dem Restschwung zu den Walen treibt...

Weniger empfehlenswert ist allerdings die HI-Jugendherberge. Die gleicht eher einem chinesischem Arbeiterlager. In Worten: Vierzigbettzimmer inkl. dem Weltrekordhalter im Lautschnarchen unter mir und National Geographic Heften von 1982!

Der Rest war sight-seeing der Insel (hauptsächlich Highway mit Rechtsüberholen (gewöhnungsbedürftig) im Nadelwald) und der kleinen Hafenstadt Nanaimo, wo wir dann mit der Fähre zurück in die Stadt gefahren sind.

Der Pirat ist der Bürgermeister gewesen (bis in die 80er), weil er als Admiral tapfer die Stadt im WW2 vertreten hat. Steinestapeln am Strand ist wohl so eine Art Nationalsport und ein Hausboot am Meer im Wintersturm nicht so die beste Wohnlage. Sonst gibts noch den alten Markt, tollen Ausblick und ein Casino, in dem man nicht mal nach seiner ID gefragt wird. Darin sitzen dann aber auch eher die abgestürzten mitt-vierzieger (meistens weiblich) am Automaten. War trotzdem interessant und ein richtig geiles Wochenende.

Viele Grüße nach Deutschland und die sonstigen Leser auf dieser Welt (ich frag mich wer aus Südamerika dieses Blog liest, zumindest ein paar Zugriffe aus dem Kontinent gibt es)

Und fleißig Kommentare abgeben, wenn ihr noch mehr Bilder haben wollt. Aber ich versuche es so zu halten, euch nicht mit Bildern zu überfluten, sondern die wichtigsten zu zeigen. Niemand will 30 Photos von Walflossen sehen, oder?

Zum Allerletzten: Ein weiteres Poster aus der Serie, die ich mir noch unbedingt zulegen muss.

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2 Kommentare:

  1. HI,

    ich mag das Bild mit: Hey Kids! You can't come in.
    Wo hängt denn sowas?

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  2. Die Kanadier sind gar nicht so unfreundlich wie das Bild suggeriert - das hing an einem Tabakladen.

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