Nachdem wir ein paar Tage klaren Himmel und Minusgrade hatten, ist wieder "warmer" Regen angesagt - Nasskaltes Wetter. Hier mal ein kleiner Vergleich zu Deutschland: Die Tagesdurchschnittstemperaturen unterscheiden sich nicht viel von Würzburg, aber ich denke, es regnet viel mehr. Leider kennt www.wolframalpha.com keine Niederschlagswerte für Deutschland, daher ein kleiner Vergleich mit unseren Freunden drüben in Toronto. Wer mag, kann sich mit oben genannten Link ganz einfach weitere Diagramme selbst zusammenstellen :-)
Das erste Semester ist mittlerweile rum und heute hatte ich die vorletzte Klausur - daher habe jetzt etwas mehr Zeit mir Gedanken übers nächste Semester und Winterurlaub zu machen. Habe mich als TA beworben, also als Teaching Assistant, d.h. evtl. kann ich nächstes Semestern kleinen Erstis im Lab Physik erklären oder deren Übungen korrigieren. Die UBC zahlt dafür bis zu 25CAD/h - dagegen sind Würzburgs
Geburtstag habe ich auch gefeiert, noch bevor die "Extended Quiet Hours" anfingen. Während den Klausuren darf man in manchen Wohnheimen nur noch zwischen 12 und 18 Uhr husten - in Fairview ist das nicht ganz so schlimm, die Advisor kommen um 1 Uhr nachts und bitten einmal um Ruhe, woran man sich halten kann. Oder nicht. Alles in allem sind aber die Bib und Study Areas voll von Menschen, die lernen, lernen, lernen, wenig schlafen und mitunter Aufputschmittel schlucken. Legale und Illegale.
Nils hat dazu auch was geschrieben auf seinem Blog: http://www.newsfromvancouver.com/. Nils ist französischer Exchange Student, manche erkennen ihn auf den Seattle Photos wieder, und bloggt ähnlich wie ich. Allerdings schreibt er folglich auch französisch. Alle, die ihre Sprachkenntnisse nicht testen und es trotzdem lesen wollen, können eine Automatische Übersetzung ausprobieren, wahlweise ins Englische oder Deutsche, wobei letzteres wohl eine Übersetzung der Übersetzung ist und dementsprechend schlecht ausfällt.
In einer den Kneipen auf dem Campus hier ist manchmal Open Mic, also jeder, der ein Instrument hat, kann ein Lied spielen oder singen. Manchmal ist das gut, manchmal schlecht, aber immer interessant: z.B. Gitarre mit einer leeren Flasche spielen.
Und zuletzt habe ich noch ein paar Bilder von Vancouver, aber aus der Vorstadt, um ein bisschen die typische amerikanische Architektur eines Einfamilienhauses zu zeigen. Alle Häuse stehen mit der Front zur Straße, haben einen Vorgarten und sind niemals zusammengebaut; d.h. zwischen den Häusern ist immer 1-2 Meter Platz, mit dem man nichts gescheits anfangen kann außer nach hinten zu laufen. Und je älter die Häuser werden, desto schlechter sind sie isoliert. Da Energie sowieso kaum etwas kostet, sind Einfachverglasungen und dünne Holztüren alltag.
Auffallend sind ebenfalls die hoch gelegenen Eingangstüren mit einer Treppe, die oft zu einer Veranda führt. Insgesamt sehen die Häuschen immer sehr schlank und hoch aus. Die Bilder entstanden übrigens Samstag Nachmittags und ich habe während einer halben Stunde vielleicht zwei Menschen auf der Straße laufen sehen. Keine spielenden Kinder oder Spaziergänger, dafür jede Menge fahrende Autos. Ich habe mal über San Francisco gelesen, das in der Stadt niemand spazieren geht. Vielleicht ist das in Vancouver ähnlich. "Warum laufen, wenn ich vier gesunde Reifen habe?"
Zuletzt gibts noch ein Photo vom ersten Schnee aus meinem Zimmer, der bis jetzt in Vancouver nie bis runter in die Stadt gefallen war. Es hat später noch mehr geschneit, dann wurde es aber dunkel.

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