Mir ist während meines 4-wöchigen Besuches in Vancouver so einiges an Unterschieden zwischen Deutschland und Vancouver aufgefallen, was ich sehr interessant fand.
Toll fand ich zum Beispiel den Tim Hortons. Das ist eine Süßigkeitenkette, bei der man Tim Bits, Donuts, Muffins und Cookies kaufen kann. Dieser Tim Hortons ist über ganz Vancouver verteilt, so dass man immer, wenn man Lust auf was Süßes hat, sofort einen in der Nähe hat. Wie praktisch!
Will man aus einem Bus aussteigen, drückt man nicht wie in Deutschland auf einen roten Knopf, sondern man zieht an einer gelben Leine, die durch den ganzen Bus gespannt ist. Damit sich die Türen öffnen, muss man diese leicht zu sich heranziehen. Die Menschen sagen, wenn sie aus dem Bus aussteigen zum Busfahrer „Thank you“. Das gefällt mir, weil dadurch die Arbeit der Busfahrer besser gewürdigt wird und es eine nette Geste ist. Ebenso bedanken sich die Verkäuferinnen in den Geschäften, wenn man diese verlässt, obwohl man nichts gekauft hat. Diese Freundlichkeit der Menschen hat mich überrascht.
Auch die Ampeln schauen anders aus. Besonders hat mir gefallen, dass die Ampeln zwischen dem weißen Männchen und der roten Hand noch eine Zwischenstufe haben und zwar ein blinkende rote Hand. Das bedeutet, dass die Ampel bald auf rot umschaltet. Manche Ampeln haben zusätzlich zur roten blinkenden Hand noch einen Countdownzähler angezeigt.
Als ungewöhnlich empfand ich auch die Papiergröße. Die Seiten besitzen nicht unser DIN A4 Format, sondern sind etwas kleiner. Die Karos der karierten Blätter sind etwas größer als in Deutschland, das hat mich an die Mathehefte meiner Schulkinder erinnert.
Erstaunt hat mich auch die unglaublich gute Ausstattung der Uni. Auf dem Campus gibt es echt alles, eigentlich muss man ihn gar nicht unbedingt verlassen. Es gibt dort z.B. ein Schwimmbad, ein Kino, mehrere Pubs, eine Disko, eine Eislaufhalle, ein Basketballstadien, ein Learning Centre… Will man eine dieser Einrichtungen besuchen, muss man entweder nichts bezahlen oder nur ganz wenig. Ich denke, die UBC kann sich das nur leisten, weil die Studenten hier so unglaublich viele Studiengebühren bezahlen.
Geht man durch die Straßen oder auf dem Uni-Campus herum, fallen einem die vielen Asiaten auf. Anfangs dachte ich, in Vancouver leben fast nur Asiaten. Meist sind sie sehr ruhig und lernen ganz fleißig und viel. Deshalb sieht man im Learning Centre besonders viele von ihnen.
Negativ sind mir die große Wasserverschwendung und der hohe Stromverbrauch aufgefallen. Die Toiletten beinhalten sehr viel Wasser, das bei jedem Mal spülen vollständig ausgetauscht wird. Der hohe Stromverbrauch kommt dadurch zustande, dass die Menschen das Licht oft sogar nachts brennen lassen oder den Fernseher und das Licht nicht ausschalten, selbst wenn sie das Haus verlassen.
Vom Wetter war ich auch überrascht. Um ehrlich zu sein, habe ich mit Schnee und Kälte in Vancouver gerechnet, schließlich liegt es ja in Kanada. In Wirklichkeit hat es nur sehr viel geregnet und es hatte immer zwischen 5 und 10Grad. Der Regen ist etwas nervig, weil man eben immer einen Regenschirm benötigt. Mein Schirm ist leider durch den häufigen Einsatz innerhalb der 4Wochen kaputt gegangen, aber in Vancouver gibt es fast in jedem Geschäft Regenschirme zu kaufen. Aufgrund des vielen Regens geht ein Großteil der Studenten auch mit Gummistiefel in die Uni. Diese Gummistiefel gibt es in allen Farben und allen Mustern. Schon ein etwas ungewohnter Anblick, alle Studenten in den Uni-Gebäuden mit Gummistiefeln.
Liebe Grüße aus Würzburg. Daniela
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