Los gings Freitags nachmittags mit dem Plan das Nachtleben auszukosten. Schließlich wurde in Seattle Grunge erfunden (Nirvana etc.), also nix mit "ersten Starbucks der Welt besichtigen". Mit dabei zwei deutsche und zwei Franzosen. Wer sie kennt, erkennt sie auf den Photos, wer nicht, für den veröffentliche ich die Namen nicht im Internet.
Nunja, erstmal die Grenze überleben. Eine Stunde Anstehen für Amerika: Fingerabdrücke abgeben, Fragen beantworten (Sind Sie Terrorist? Haben Sie jemals ein NS-Kriegsverbrechen begangen? Woher kennen Sie sich?), unzählige mal von Kameras photographiert werden und das Eintrittsgeld zahlen (6 US Dollar, "we don't take funny money"). Viel Verkehr gabs auf dem Highway, trotz teilw. 6 Spuren und Benutzen der Spur für Fahrgemeinschaften hats etwas gedauert die 220 km von Vancouver nach Seattle zurück zu legen - fahren in der Großstadt ist keine Hexerei, aber eine Herausforderung - vor allem das Finden eines Parkplatzes, der unter 20 Dollar/24h kostet.
Die Jugendherberge war ok, aber die Stadt um 22 Uhr überraschend leer und wir haben über eine Stunde gebraucht, irgendwo was zu Essen zu finden. Es war nämlich Black Friday, was heißt, die Geschäfte machen teilw. um 5 Uhr morgens auf und entsprechend früh auch wieder zu. Selbst das im Amerika so beliebte Restaurant zur goldenen Möwe.
Dennoch haben wir was zu Essen gefunden:
Mit echtem Hefeweizen(glas). Das lief ungefähr so: "Welchen unserer 5 Dollar Appetittanreger im Angebot möchten sie haben?" - "Alle"
Bei dem Essen für 15 Dollar pro Person kann man echt nix sagen. Leider sind wir dann nicht mehr in eine Bar mit Livemusik gekommen, da hätten wir uns viel früher anstellen müssen.
Das Highlight des nächsten Tages: Gutes Wetter = kein Regen. War echt in Ordnung, vor allem der Sonnenuntergang im Melinda und Bill Gates Park. Microsoft wurde bekanntlich auch in Seattle gegründet; neben Boing haben zu seiner Zeit die meisten Leute für eine dieser beiden Firmens gearbeitet.
Wie Sonnenuntergang? Was war dazwischen? Nun, das Highlight war nicht die Space Needle,
Einerseits gabs Helden der Science Fiction wie Yoda, den Terminator oder den Handschuh von Michael Jackson und andererseits die Jimmy Hendrix Ausstellung und Musik zum Ausprobieren in schalldichten Kammern. Also selbst E-Gitarre, Schlagzeug und was sonst eine Rockband so braucht spielen. Das ist wirklich einen Besuch wert, man könnte sich den ganzen Tag drin aufhalten und selbst krach machen.
Zum Schluss unseres kleinen Wochenendausflugs gabs noch ein bisschen Weihnachtsstimmung und die Erkenntnis, das Seattle nicht so sehr anders als Vancouver aussieht, aber die kleinen Unterschiede doch mir vor Augen geführt haben, dass ich zum Ersten mal in "Amerika" bin und nicht in Kanada.
Hier noch ein paar Impressionen:






Ich hätte noch so viele Bilder mehr, aber irgendwann muss ich Schluss machen. Sorry.
Übrigens dauert der Grenzübergang nach Kanada nur 5 Minuten und man muss das nicht Auto nicht verlassen und den Schlüssel abgeben, damit Homeland Security das Auto durchsuchen kann. Schön ist auch das Schild an der Grenze: "Please think metric".








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